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Geschrieben von daniel am 03.02.2008 um 11:26:

  Heidnisches Jahrbuch 2008

Seid gegrüßt,

das Heidnische Jahrbuch geht in die dritte Runde. Es befindet sich gerade im Druck und wird in kürze überall verfügbar sein, kann aber jetzt schon vorbestellt werden. Wir hoffen es gefällt und Ihr macht in Euren Kreisen ein wenig Werbung für dieses Projekt. Die Mund-zu-Mund-Propaganda ist das, was uns wirklich hilft.

Liebe Grüße

Daniel

PS: Ihr könnt die nachfolgenden Informationen auch gerne in anderen Foren und Listen posten ;-)

Daniel Junker & Holger Kliemannel (Hrsg.)
Heidnisches Jahrbuch 2008
496 Seiten, zahlreiche s/w-Abbildungen, DIN A5
ISBN 978-3-938432-08-2
€ 34,80



Die Beiträge des Jahrbuchs im Einzelnen:

Den Anfang macht Reinhard Falter mit seinem Aufsatz Tradition und Neuanfang als Probleme heutigen Heidentums, der den Beitrag von Kurt Oertel aus dem HJB 2007 zum Anlaß nimmt, um die Frage nach den Grundlagen für ein ernstzunehmendes Neuheidentum zu stellen. Falter stellt dabei die philosophische Reflexion an den Anfang seiner Arbeit, denn seiner Ansicht nach ist nur über die philosophische Betrachtung ein Zugang zu den Göttern möglich, nicht aber über die historische Rekonstruktion. Interessant sind auch seine Ausführungen zur Unmöglichkeit einer historischen Kontinuität, gerade auch im germanischen Heidentum, und seine Kritik am modernen Konstruktivismus.

Wir freuen uns sehr, in diesem Jahr einen Beitrag des englischen Religionswissenschaftlers Graham Harvey veröffentlichen zu dürfen. In seinem Beitrag Heidnische Studien oder Studium des Heidentums beschäftigt er sich mit der Frage, mit welchen wissenschaftlichen Methoden der Wissenschaftler sich dem Phänomen Heidentum nähern könnte, und verdeutlicht dies durch Beispiele aus seiner persönlichen Biographie und eigenen Forschungsprojekten. Mit der Vorstellung eines selbst entwickelten Methodenansatzes zur Erforschung heidnischer Religiosität endet der Beitrag.

Mit freundlicher Genehmigung der Nordrhein-Westfälischen Akademie
der Wissenschaften drucken wir den Beitrag Auf den Spuren sakraler Dichtung
des slawischen und des baltischen Heidentums von Radoslav Katicic, der sich mit sakralen slawischen Texten beschäftigt und nachweist, daß über eine Art philologische Archäologie ein neuer Zugang zu bis dato verschlossenen Welten möglich ist.

Einen überaus interessanten Beitrag zum Umgang mit überkommenen
Texten liefert Fritz Steinbock in seinem Aufsatz Das Wessobrunner Gebet – Rückgewinnung eines Ritualtexts mit heidnischen Wurzeln. Die Untersuchung des Wessobrunner Gebetes im Hinblick auf heidnische Wurzeln und Einflüße und mit dem Ziel verknüpft, es in den aktuellen, heuheidnischen Kontext einzubinden, bezeichnet der Autor als „Rückgewinnung“. Ein schönes Beispiel für einen möglichen Umgang mit überlieferten Texten.

Hermann Ritter gibt dem Leser einen interessanten und humorvollen Einblick in die Ansichten eines Nicht-Asatruars zum Thema Edda. Sein Beitrag Von außen gestellte Fragen an die „Edda“ wird vorgebliche Vorwort Edda-Experten überraschen und Einsteiger in das Thema neugierig machen. Wir haben uns auf jedenfall köstlich amüsiert.

Von den Beschwernissen der letzten Reise – Jenseitsvorstellungen und Seelenglaube: so der Titel des diesjährigen Beitrages von Kurt Oertel. Gerade
zu diesem Themenkomplex gibt es eine Unzahl pseudowissenschaftlicher
und esoterischer Spekulationen. In gewohnter Form setzt sich der Autor gewissenhaft und fundiert mit dem vorhandenen Quellenmaterial auseinander vergleicht dieses mit christlichen und anderen Vorstellungen, räumt quasi im Vorbeigang noch mit einigen neuheidnischen Mythen zu diesem Thema auf und kommt zu einem sehr bodenständigen Schluß. Ein wichtiger Beitrag zu einem wichtigen Thema.

Das Eheverständnis der Germanen und die rechtliche Stellung der Frau, so der Titel des Aufsatzes von Christian Brüning. Unter besonderer Berücksichtigung der altisländischen Gesellschaft liefert Brüning den
Nachweis, daß die germanische Gesellschaft nicht patriarchal, sondern
patrilinear organisiert war. Die Rede von einem „germanischen Patriarchat“
ist demnach eine unpassende Beschreibung, ebenso auch die Rede von einer „indogermanisch-patriarchalen“ Kulturverschiebung mit angeblicher Okkupation matriarchaler Urbevölkerungen, die als feministische Vorstellung durch die Ethnologie geistert.

Der jetzt folgende Beitrag führt den Leser in das Reich des Mitternachtslöwen
König Gustav Adolf von Schweden. Holger Kliemannel hat sich mit Johannes Bureus und der schwedische Gotizismus beschäftigt. Der Autor geht dabei nicht nur auf die ideengeschichtliche Bedeutung des Gotizismus ein, sondern behandelt auch die esoterischen Systeme eines seiner bedeutenden Repräsentanten – Johannes Bureus. Die gotische Kabbala und das von Bureus entwickelte Adulruna-System geben einen interessanten Einblick in die esoterische Runenkunde.

Wolfgang Bauer stellt uns einen heute fast vergessenen Naturgelehrten
des 19. Jahrhunderts vor – Franz Xaver von Unger. Der Botaniker und Mitbegründer der Paläobotanik, der sich selbst der naturhistorischen Schule zurechnete, wurde in seiner Zeit aus kirchlichen Kreisen als heidnisch-pantheistisch“ kritisiert und als „Verführer der Jugend“ dargestellt. Unger vertrat die These, daß ein Organismus sich Vorwort nur dann im Gleichgewicht befindet und vernünftig entwickelt, wenn „er sich nach seiner innersten „Idee“ verwirklichen kann, also „wild“, d. h. nach den eigenen Gesetzen, leben darf.“

Kaum ein Geschöpf hat Menschen, Autoren und Regisseure so fasziniert
und inspiriert wie der Werwolf. In seinem Aufsatz Der Werwolf – Sage, Mystik, Wirklichkeit setzt sich der Autor Peter Hilterhaus mit den Wurzeln dieses Mythos auseinander und fragt nach einem womöglich realen Kern. Er begibt sich dabei nicht nur auf eine linguistische Spurensuche, sondern setzt sich ebenso mit dem indoeuropäischen Mythen- und Sagenspektrum auseinander und kommt dabei zu interessanten
Ergebnissen.

Den Abschluß dieses Buches bilden wieder Buch-, CD- und DVD-Rezensionen und Autoreninfos.



Geschrieben von Yngmar am 03.02.2008 um 16:17:

 

SUUUPER, ich nehme gleich zwei davon.

Beste Grüße!



Geschrieben von daniel am 03.02.2008 um 18:19:

 

Moin Ingmar,

sehr gerne, werde zwei für Dich reservieren.

Viele Grüße

Daniel



Geschrieben von highmoe am 03.02.2008 um 21:33:

 

Bitte auch 2 für mich reservieren !!!

Danke !



Geschrieben von Ylva am 03.02.2008 um 23:58:

 

2 für mich!

Gruß,
Ylva



Geschrieben von Olaf am 04.02.2008 um 05:37:

 

Eins für mich!

Gruß Olaf



Geschrieben von daniel am 04.02.2008 um 13:33:

 

@Ylva und Olaf,

ist notiert

Liebe Grüße

Daniel



Geschrieben von Thilo am 04.02.2008 um 18:33:

 

Ich besorge mir das Buch schon irgendwie und benötige keine Reservierung.



Geschrieben von Stilkam am 04.02.2008 um 19:07:

 

Zitat:
Original von Thilo
Ich besorge mir das Buch schon irgendwie und benötige keine Reservierung.


LOL - und wenn ich jetzt auch noch schreibe, daß ich es mir selbst besorge (das Buch), dann haben wir es geschafft, den Thread über Tage "oben" zu halten. Ist auch eine Kunst. großes Grinsen

Grüße
S.



Geschrieben von Thilo am 04.02.2008 um 19:11:

 

@ Stilkam

Du hättest es aber erst morgen schreiben dürfen. Augenzwinkern



Geschrieben von Stilkam am 04.02.2008 um 21:12:

 

Zitat:
Original von Thilo
@ Stilkam

Du hättest es aber erst morgen schreiben dürfen. Augenzwinkern



*Push*
Ja, bei all den Vormerkungen dachte ich, wir würden hier schon Tage konferieren.

Grüße
S.



Geschrieben von daniel am 04.02.2008 um 21:26:

 

@Stilkam

Aus dem Grund warte ich mit meinem Beitrag auch bis morgen ;-)



Geschrieben von Olaf am 04.02.2008 um 22:47:

 

ok, ich dann übermorgen wieder ;-)



Geschrieben von Ylva am 08.02.2008 um 19:35:

 

Zitat:
Original von daniel
@Ylva und Olaf,

ist notiert

Liebe Grüße

Daniel


Bevor du es abschickst, schreib mich doch bitte noch einmal an, vielleicht bestelle ich noch mehr Bücher....

Gruß,
Ylva



Geschrieben von Heimrekkur am 24.03.2008 um 13:56:

  RE: Heidnisches Jahrbuch 2008

Hallo, erbitte ebenfalls ein Exemplar des Heidnischen Jahrbuchs 2008, und würde mir gerne auch die beiden ersten Jahrbücher (2006 und 2007) zulegen, falls noch erhältlich - letzteres allerdings sukzessive, denn als Rentner mit jüngerer Familie ist man finanziell nicht mehr ganz so "flexibel" und muß Ausgaben ein wenig verteilen.
Beste Grüße aus dem Westerwald zu Ostara (war beeindruckt vom Blot bei Confluentes!),

dhk3502 (alias Dieter H. Kniese, alias Heimrekkur)
smile



Geschrieben von Ylva am 24.03.2008 um 14:46:

 

Moin Dieter,

frag doch direkt bei Daniel nach
Verlag Daniel Junker

Gruß,
Ylva

Ich habe mein Exemplar nun auch endlich, kann aber noch nichts dazu sagen,weil ich noch keine Zeit hatte hinein zu schauen.


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