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Freyas Baum die Linde? |
Ylva

Lebende Foren Legende


Dabei seit: 19.08.2005
Beiträge: 1.607
VfGH-Mitglied
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Am Wochenende wurde in unserer örtlichen Zeitung über die Linde geschrieben.
Als selbstverstäbdlich wurde erklärt, dass die Linde der Freya zugeordnet sei.
Wo kommt das denn her?
hat die Journalistin das "germanischen Baumorakel" zu Haus???
Freya ist im kontinentalgermanischen Raum. soweit ich weiß, überhaupt nicht belegt.
Gruß,
Ylva
__________________ Herdwart von Bilskirnir, Herd für Franken, Oberpfalz und Südthüringen.
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26.04.2010 11:54 |
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Hildulf
Grünschnabel
Dabei seit: 16.03.2010
Beiträge: 9
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| RE: Freyas Baum die Linde? |
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Das Volksbrauchtum zu folge, ist die Linde der Maria geweiht. Manche Leute behaupten dann, dass Freya durch Maria ersetzt war nachdem christentum die ursprungliche heidnische Religion verdrängte.
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29.04.2010 00:54 |
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Ylva

Lebende Foren Legende


Dabei seit: 19.08.2005
Beiträge: 1.607
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Themenstarter
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Vielen Dank für deine Antwort, Hildulf. Ich dachte immer, dass Maria die Frigga verdrängt hat. (Die mütterlichen Aspekte von beiden legen das ja auch nahe) Freya ist nur aus den nordischen Aufzeichnungen belegt.
Hier scheint sie nicht bekannt gewesen zu sein.
Gruß,
Ylva
__________________ Herdwart von Bilskirnir, Herd für Franken, Oberpfalz und Südthüringen.
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29.04.2010 08:04 |
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| RE: Freyas Baum die Linde? |
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Schon die Germanen verehrten die Linde als der Göttin „Freya“ geweihten Baum. Sie war die Göttin der Liebe, des Glücks, der Fruchtbarkeit und des guten Hausstandes (Laudert 2003). Die heiligen „Freya-Linden“ waren zumeist Sommerlinden (www.natur-lexikon.com) und galten den Germanen als Sitz der guten Geister (Petruszek 1991). Die Verehrung der Linde lag darin begründet, dass sie eine Vorstellung von einer Wesensgleichheit von Mensch und Baum hatten. Dies bildete die Grundlage für zahlreiche germanische Mythen und Legenden (Grabe et al 1991). Was sich auch in der Siegfried Sage widerspiegelt, die ein bedeutendes deutsches Kulturgut darstellt und zum nordischen Kulturgut zählt. Siegfrieds Schicksal steht in enger Verbindung mit der Linde. Unter ihr tötete er den Drachen Fafnir. Bei seinem Bad im Drachenblut fiel ein Lindenblatt zwischen seine Schulterblätter und verhinderte somit seine vollständige Unverwundbarkeit. Außerdem wurde Siegfried unter einer Linde von seinem Mörder Hagen getötet, indem ihm dieser einen Speer durch eben diese ungeschützte Stelle in sein Herz stieß (Vescoli 1991).
In vielen Stammesgebieten der Germanen war die Linde der Omphalos und hatte somit die Funktion als Mittelpunkt und Treffpunkt für alle Angelegenheiten der Gemeinschaft, da sie gleichzeitig als eine Art Manifestation von Wahrheit, Gerechtigkeit, Klarheit, Entschlossenheit, Mitgefühl und göttlichem Wissen galt. Die alten germanischen Stämme trafen sich unter den Linden, um Signale aus der Geisterwelt zu empfangen (Hageneder 2000).
Die Christianisierung machte auch vor den Linden nicht halt. Die alten Statuen der Gerichts- und „Freya-Linden“ wurden zerstört und durch Marienbilder ersetzt. So wurden aus den alten „Freya-Linden“ „Maria-Linden“, die heute die einzig noch vorhanden Baumheiligtümer sind.
Typisch für Deutschland sind auch die so genannten Apostellinden. Um sie zu erhalten, wurde ein gekappter Baum auf zwölf Hauptäste gezogen, die man dann nach den 12 Aposteln benannte (Laudert 2003). Heute gehört es zum Charakteristikum von Kirchen und Klöstern, dass vor ihnen Linden stehen.
In Skandinavien war die Linde der wichtigste von drei so genannten „Våträd“, den Schutzbäumen für Haus und Hof. Ihnen wurden regelmäßig Opfer dargebracht (Hageneder 2000)
Den Slawen galt die Linde als heiliger Baum (www.wikipedia.de). Sie besaßen eine eigene Lindengöttin, „Libussa“, vom slawischen Wort „liba“ für Linde. Sie wurde unter Linden als Rechtssprecherin und Orakelgöttin verehrt, vor allem in Liebesangelegenheiten (Beuchert 1996). Bei den Kelten umstanden Winterlinden die heiligen Plätze im Hain. Sie grenzten ihre Kultstätten ein. Die Linde galt somit in vielen Kulturen als Zeichen bzw. Baum der Liebe (Grabe et al. 1991).
Die Seher der alten Skythen trafen mit Hilfe von Lindenrinde Vorhersagen. Solche Praktiken gab es auch im alten Griechenland (Hageneder 2000).
Der Liebesgöttin „Aphrodite“ opferten die Griechen unter Linden (Grabe et al. 1991). Die im Dienste von „Aphrodite“ Stehenden, wanden sich Kränze aus duftenden Lindenblüten (Beuchert 1996). Im antiken Griechenland galt die Verwandlung in einen Baum als eine Gnade der Götter. Laut griechischer Sage ist die Linde eng mit dem Geistwesen „Phylira“ verbunden (www.weltbaum.de). Sie war eine Nymphe, die von den Göttern in einen Baum verwandelt wurde, und zwar in eine Linde, daher auch das griechische Wort „Phylira“, das Linde bedeutet (Chevallier 2000).
Die Götter „Hermes“ und „Zeus“ erfüllten dem Ehepaar „Philemon“ und „Baucis“ als Dank für deren Herberge und Unterkunft bei ihrer Wanderung auf der Erde einen Wunsch, nachdem sie bei den anderen Stadtbewohnern keine Gastfreundschaft erfahren hatten. Sie verwandelten die Hütte des Ehepaares in einen Tempel und beide am Ende ihres Lebens in Bäume, so dass sie nie getrennt sein müssen, da dies ihr Wunsch war. „Baucis“ wurde zu einer Linde und „Philemon“ zu einer Eiche (2. Godet 1999).
(kopiert von http://www.uni-goettingen.de/de/text/41688.html)
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10.05.2010 13:46 |
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highmoe
Geschäftsführer
    

Dabei seit: 18.08.2005
Beiträge: 3.053
VfGH-Mitglied
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ui.
danke für den Text.
__________________ Was glauben Sie, was hier los wäre, wenn mehr Leute erkennen würden, was hier los IST.
(Volker Pispers)
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10.05.2010 17:20 |
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Gerald
Routinier
 
Dabei seit: 29.11.2005
Beiträge: 456
VfGH-Mitglied
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Danke für die schönen Hinweise zur Linde.
Ich meine gelesen zu haben, dass Freya hierzulande Frouwa heißt und ihr Bruder Fro.
LG
Gerald
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12.05.2010 21:26 |
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Vanidar
Doppel-As

Dabei seit: 08.02.2010
Beiträge: 102
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| RE: Freyas Baum die Linde? |
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Die Dorflinde kann in gewissem Sinn als Vorläufer der modernen kommunalen Mehrzweckhallen gelten. In vielen Gemeinden, in denen ein entsprechendes Gebäude fehlte, ersetzte ihr dichtes Blätterdach in Mittelalter und Frühneuzeit die Gerichtslaube und die Ratsstube; obendrein diente sie der Geselligkeit und dem Tanzvergnügen. Um allen diesen Funktionen gerecht zu werden, stand sie gewöhnlich inmitten des Dorfes bei der Kirche. Häufig handelte es sich bei der Dorflinde um eine sogenannte geleitete Linde, deren Zweige über ein Gerüst aus Säulen und Balken gezogen waren, in seltenen Fällen entstanden auf diese Art sogar zwei oder drei Etagen. Verbreitet sind die Dorf- bzw. Gerichtslinden vor allem in Franken, Thüringen, Hessen und Südwestdeutschland. Neuenstadt am Kocher hieß ehedem Neuenstadt an der Linde – so beeindruckend und berühmt war die noch heutigentags sehenswerte Lindenanlage vor dem oberen Tor dieser kleinen Stadt. K.A.
Und was die Hunsrücker Zeitung dazu schreibt:
http://www.hunsrueck-zeitung.com/Geschic...r%20heimat.html
Was die Dorflinde aus germanischer Zeit erzählt.
In gemütvoller Sinnigkeit steht die Linde als der einigende Mittelpunkt in vielen Dörfern des Hunsrücks. Von traurigen und lieblichen Geschichten, von Sagen und Märchen aus alten längst vergangenen Zeiten rauscht es in der gewaltigen Laubkrone. Von Mund zu Mund, von Geschlecht zu Geschlecht wird's weiter getragen, was sie erzählt als tausendjährige Zeugin und Hüterin deutscher Zucht und Sitte, deutscher Treue und Heimatliebe. Bei den Germanen ward Sie gehütet und als heiliger Baum hochgeschätzt, der um seiner Schönheit und seines kühlen Schattens willen der Göttin Frigga oder Freia geweiht war. Nach der Alten Glauben ruhen unter der Dorflinde die Väter der Sippe, d. i. der durch Blutsverwandtschaft zusammengehörigen Dorfgemeinde. Sie ruhen und wohnen in Friggas Frieden. Die hehre Göttin, des Allvaters Wodan Gemahlin, ist die Schirmherrin alles Familienglücks, der Inbegriff edelster Weiblichkeit. Die silberne Spindel schwingend, fördert Sie die Frauenarbeit und freut sich, wenn die Mägdlein die Spindel auf dem Estrich hurtig tanzen lassen. Sie ist das Urbild der echten deutschen Frau, wie ja "Frigga", der Name, nichts anderes ist als unser hochdeutsches Wort "Frau". Der ihr geweihte Baum steht als heiliges Mal inmitten der Ansiedlung auf dem Anger die Dorflinde. Was heute die Kirche, das bedeutete die Dorflinde in der damaligen Zeit. Mit ihr teilte sie den Frieden und die Heiligkeit des Ortes; Geburt, Hochzeit, Tod, dies hohen Zeiten im Lebenslauf des Menschen, fanden hier Ihre Weihe und Verklärung, wie heute im Gotteshause. Im Schatten der Dorflinde wuchsen unter den Augen der Göttin die munteren Knaben und Mägdlein auf und lernten nach alten Weisheitssprüchen Zucht und Sitte oder lauschten den Götter- und Heldensagen. Hier tanzte die fröhliche Jugend, behütet von Frigga, welche die Erziehung segnete. Hier empfing jeder Ehebund seine Gültigkeit und Weihe, jeder Verstorbene seine Gedenkfeier und Ruhestatt. Unter der Linde war die Stätte der Gemeindeversammlung und des Dorfgerichts, wo die Schulzen und Schöffen gewählt, Streitsachen geschlichtet und Vergehen gesühnt wurden. Vor allem aber war hier der Ort der geselligen Zusammenkünfte und der Volksbelustigungen. Selbst der Einsamste im Leben fand unter der Linde die Seinen und ihre Teilname an seinen Freuden und Leiden. Der Geächtete und Verfolgte durfte im Schatten der Dorflinde gefahrlos sein müdes Haupt niederlegen. Wie eine Mutter bot sie ihm eine Freistatt, einen Frieden, denn selbst der bitterste Feind nicht zu stören wagte. Wenn aber die hohen Festzeiten des Jahres nahten, die Zeiten der großen Bitt-, Dank- und Sühneopfer im Frühling, Hochsommer und Spätherbst, dann wallfahrten von allen Gehöften die Sippen hinaus zum heiligen Hain, um hier an der Wiege des Volksstammes als eine große Familie sich zusammen zu finden und nach gemeinsam vollbrachtem Opfer Stammesangelegenheiten zu verhandeln. Da wallten auch Frauen und Kinder in der Schar, um an den Festen und Spielen, am Schmause und Tauschhandel teilzunehmen. Wie um das Dorfkirchlein heute der Kirchhof sich lagert, so war auch das Heiligtum des Gaues, in dessen Mitte die Linde ihre gewaltige Laubkrone breitete, in weitem Kreise mit Haselzweigen und einer Schnur umfriedet. Mit heiliger Scheu betrat man diesen gefriedeten Hof. Wehe, wer hier ruchlos den Frieden störte! Geächtet verlor er das Beste, den Schutz seiner Heimat. Unstet und flüchtig wie Kain ging er ins "Elend" d. h. in das Ausland. Ungestraft durfte ihn töten, wer ihn fand. Waffenlos betrat man dies Heiligtum, oft mit gefesselten Händen, als Zeichen der eigenen Ohnmacht gegenüber der Gottheit. Unweit des Malbaumes steht der mit geheimnisvollen Zeichen geweihte Opferstein. Das geweihte Opfertier wird gebraten. Die in weißes Linnen gehüllte Priesterin, das Gesicht gegen Norden gewendet, redet zu den Feiernden von des Festes Bedeutung. Knaben und Mädchen umkreisen im Reigen den Opferstein, der Gottheit lobsingend und heilige Kräuter auf den flammenden Opferherd werfend. Dann reicht die Priesterin den Feiernden die Trinkschale, der Götter "Minne" zu trinken, und um die Linde gelagert, hält die Versammlung ihren Opferschmaus. Bevor im heiligen Hain außerhalb des gefriedeten Raumes die laute Festfreude mit dem bunten Treiben des Tauschhandels, mit den Spielen und Reigentänzen zu ihrem Rechte kam, wurden unter dem Malbaume über ernste Streitsachen Gericht gehalten. Den Vorsitz führte der Gaugraf im weitfaltigen blauen Mantel, den weißen Richterstab in der Hand. Er mußte sitzend das Urteil fällen, weshalb man noch heute sagt "zu Gericht sitzen". Es war ihm vorgeschrieben, daß er beim Sitzen den rechten Fuß über das linke Bein schlage, und wenn die Sache unklar war, sollte er dieselbe 123 mal d. i. 3x40 mit dreimaliger Zugabe überlegen. 120 war das Großhundert. Die Beinverschränkung galt bei den Germanen als Zeichen der Betrachtung und Ruhe. Als das Christentum die heidnischen Götter verdrängte, erhielt die Gottesverehrung ihren Mittelpunkt im Kirchlein des Dorfes. Die alten heiligen Stätten verloren zumeist ihre religiöse Bedeutung, oder es wurde da, wo ehedem die Mallinde ihre Äste breitete, die Kirche errichtet, und ihr gehegter und geweihter Hof, der Kirchhof, ward fortan die Ruhestätte der Verstorbenen. Als Denkmalbaum über den Gräbern aber hat sich die Linde bis zu heutigen Tage erhalten, die als ein Sinnbild des Friedens über manchem Schläfer rauscht, der auf den jüngsten Tag wartet.
Àsaheil ok Vana
Vanidar
__________________ Suchend als Neuling
rief ich zu Dir
als erstem Gott:
"Den Weg zeige mir!"
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12.05.2010 22:17 |
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Karl
Foren As
   

Dabei seit: 19.10.2006
Beiträge: 91
VfGH-Mitglied
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| Zitat: |
Original von Gerald
Ich meine gelesen zu haben, dass Freya hierzulande Frouwa heißt und ihr Bruder Fro. |
Das stimmt so nicht ganz - das sind die Übertragungen der altnordischen Namen ins althochdeutsche. Wobei das an sich keine Namen, sondern Titel sind: „Frouwa“ ist heute „Frau“, „Fro“ ist mittlerweile als Wort verschwunden, aber beispielsweise bei der „Fronarbeit“ noch vorhanden. Es könnte ungefähr mit „Herr“ und „Herrin“ übersetzt werden. Trotzdem sind, soweit ich weiß, weder Freya noch Frey bei den Südgermanen nachgewiesen. Mag allerdings auch sein, dass ich da irre.
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13.05.2010 13:26 |
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Hallo!
Im Buch "Südgermanische Religion seit der Völkerwanderungszeit" geht Jakob Amstadt ab Seite 37 auf die Punkte ein.
Kapitel VI: Die germanische Mythologie und ihre Gottheiten
1. Wodan und Donar
2. Asen und Wanen
3. Die Gottheiten der Fruchtbarkeit und des Wachstums
a Die männliche Funktion: Freyr - Frikko - Fro
b Die weibliche Funktion: Frija - Frigg - Freya
Kapitel VII: Die Fruchtbarkeitsgottheiten Frigg und Fro in Orts- und Flurnamen
etc.
red-light-in-my-eye
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13.05.2010 14:05 |
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Ylva

Lebende Foren Legende


Dabei seit: 19.08.2005
Beiträge: 1.607
VfGH-Mitglied
Themenstarter
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vanidar@: Das klingt nach verklärter Germanenromantik aus dem vorletzten Jahrhundert, abgeschrieben bei Grimm oder einem der Dichter, die sich mit den Germanen beschäftigt haben.
Diese Geschichte mag ja dem ein oder anderen ganz angenehm klingen, die historischen Quellen, die dem Text zugrunde liegen, sind leider nicht genannt.
Gruß,
Ylva
__________________ Herdwart von Bilskirnir, Herd für Franken, Oberpfalz und Südthüringen.
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19.05.2010 10:45 |
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Vanidar
Doppel-As

Dabei seit: 08.02.2010
Beiträge: 102
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| Zitat: |
Original von Ylva
vanidar@: Das klingt nach verklärter Germanenromantik aus dem vorletzten Jahrhundert, abgeschrieben bei Grimm oder einem der Dichter, die sich mit den Germanen beschäftigt haben.
Diese Geschichte mag ja dem ein oder anderen ganz angenehm klingen, die historischen Quellen, die dem Text zugrunde liegen, sind leider nicht genannt.
Gruß,
Ylva |
Hallo Ylva, mehr hab ich nicht herausbekommen.
"Heimatkunde des Hunsrücks"
Druck u. Verlag Jac. Heinr. Walter 1921
Àsaheil ok Vana
Vanidar
__________________ Suchend als Neuling
rief ich zu Dir
als erstem Gott:
"Den Weg zeige mir!"
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19.05.2010 21:10 |
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Gerald
Routinier
 
Dabei seit: 29.11.2005
Beiträge: 456
VfGH-Mitglied
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Hallo,
Fro und Frouwa heißen Herr und Herrin. Und das dies "Titel" sind, bestätigt die Würdenbezeichnung dieser Gottheiten ganz besonders und beweist ihre herausragende Stellung.
Daneben werden Titel auch gerne als Kennzeichnung von Stand und Amt (Zuständigkeit) verwendet. Dies findet man wohl bei den meisten Gottheiten, wie auch bei den Namen der Menschen.
Die einzige Überleitung zum Deutschen finde ich (ohne genau nachzuschlagen) nur bei Adam von Bremen mit der Bemerkung Frikko für Frey. Weiß jemand mehr?
Das gleiche gilt für Ing-Frey (Fro-Ing). Nach meinen Nachforschungen müsste das heißen: Herr des Ackerbaus. Hier haben wir sogar noch die Bezeichnung in welcher Angelegenheit der Gott ein Hoher ist.
LG
Gerald
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19.05.2010 23:12 |
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Ylva

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Dabei seit: 19.08.2005
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Themenstarter
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Vanidar@ und alle anderen Interessierten:
Schau dir mal bitte beim ER die Literaturliste an, und lese lieber die neuere Forschung. Es gibt halt immer weider neue Erkenntnisse.
Da hat doch Skald neulich hier im Forum irgendwo eine Liste mit Büchern gepostet?
Leih sie dir in der Bibliothek aus.
Sprachwissenschaft ist viel komplizierter, als man sich das so denkt.
Gruß,
Ylva
__________________ Herdwart von Bilskirnir, Herd für Franken, Oberpfalz und Südthüringen.
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20.05.2010 08:42 |
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